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Aussichtsturm Postwiesen

Die "Himmelstreppe" bietet einen atemberaubenden Ausblick bis zum Weyerberg in Worpswede  Ausblick vom Beobachtungsturm Postwiesen  Fahrradfahrer in der Hammeniederung / Postwiesen  Aussichts- und Beobachtungsturm ("Himmelsleiter") Postwiesen

Informationen zum Naturerlebnisangebot

In der Hammeniederung können Sie eines der wertvollsten Feuchtgebiete Nordwestdeutschlands erleben. Sie ist ein Teil der bekannten Teufelsmoor-Landschaft, bietet zahlreichen seltenen Pflanzen und Tierarten Lebensraum, gilt daher als bundesweit bedeutend und ist Teil des europaweiten ökologischen Netztes "Natura 2000". Um den Wert des Feuchtgebietes zur erhalten, führt der Landkreis Osterholz hier seit 1995 ein "Naturschutzgroßprojekt gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" durch.

Blick vom Aussichts- und Beobachtungsturm Postwiesen in die Hammeniederung  Ausblick vom Beobachtungsturm Postwiesen in die Hammeniederung  Kühe auf den Postwiesen in der Hammeniederung  Weitblick vom Beobachtungsturm Postwiesen

Der Aussichtsturm ("Himmelstreppe") ist 9,40 m hoch und liegt im Bereich der Stadt Osterholz-Scharmbeck, Ortschaft Neuenfelde. Er gehört zum ersten von zunächst drei geplanten Aussichtstürmen im Rahmen des GR-Projektes "Hammeniederung" und wurde am 23. Januar 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Turm mit einem Balkon in 6,30 m Höhe sowie einer kleineren Plattform in 8,30 m Höhe bietet dem Besucher einen einzigartigen, weiten Blick in die Postwiesen und über die Niederung des Teufelsmoores bis hin zum Weyerberg mit der bekannten Künstlerkolonie Worpswede. Gleichzeitig ermöglicht der Turm einen attraktiven und ungewohnten Blick aus der Höhe auf das Ahrensfelder Moor und die angrenzenden nassen Moorwiesen.

Die Baukosten von ca. 104.000 € werden zu 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zu 6,2 Prozent vom Land Niedersachsen (Förderrichtlinie „Natur erleben und nachhaltige Entwicklung“) gefördert. Den Rest von ca. 23.600 € trägt der Landkreis Osterholz. Die Planung des Turmes stammt - ebenso wie die der Hammebrücke bei Melchers Hütte - vom Bremer Architektenbüro Johannes Schneider.

Am schnellsten erreicht man den Turm vom Ortsteil Neuenfelde aus. Von dort sind es noch etwas 500 Meter zu Fuß oder per Rad. Parkmöglichkeiten sind am Straßenrandstreifen von Neuenfelde vorhanden. Oder aber Sie besuchen den Turm auf einer Radtour von Osterholz-Scharmbeck nach Worpswede.

Eingebettet in die Baumkulisse des Moores fügt sich der Turm, trotz seiner außergewöhnlichen, markanten Architektur gut in die weite und offene Niederungslandschaft ein.

Insbesondere während der winterlichen Überschwemmung können Sie vom Turm aus Sing- und Zwergschwäne, Graugänse und andere nordische Gast- und Rastvögel beobachten. Mit zunehmender Dauer der Überschwemmungen nimmt die Zahl der rastenden Vögel deutlich zu.

Wolkenspiel in der Hammeniederung  Der Blick reicht bei guter Sicht bis zum Weyerberg in Worpswede  Blick zur Brücke bei Melchers Hütte  Wolkenspiel in der Hammeniederung

Während der Brutzeit von Anfang April bis Juni sind die Balzflüge der Wiesenvögel, insbesondere der Bekassinen und Uferschnepfen besonders spannend. Am Himmel selbst kann man die Bekassinen kaum ausmachen, aber oft hört man, vor allem in der Morgen- oder Abenddämmerung, ein lautes meckerndes Geräusch. Es wird durch die beiden äußeren, speziell versteiften Schwanzfedern erzeugt. Wenn diese bei den Sturzflügen der Bekassine ins Schwingen geraten, klingt es wie das Meckern einer Ziege - daher der ungewöhnliche Spitzname "Himmelsziege". Beim Balzflug kreist das Männchen in 100 bis 150 Meter Höhe und stößt dann zehn bis zwanzig Meter tief herab. 

Das Männchen der Uferschnepfe fliegt dagegen bei seinen spektakulären Balzflügen steil auf, rollt seinen Körper um die Längsachse und stürzt dann steil aus großer Höhe wieder herab. Hierbei lässt es einen charakteristischen "grutto-grutto"-Ruf hören.

Von Juli bis September nutzen mehrere tausend Kiebitze die Hammeniederung als Mausergebiet.

Anhand von wegbegleitenden Informationstafeln werden die Besucher auf die Besonderheiten des Gebietes aufmerksam gemacht.

Infos zum im März 2011 eröffneten Aussichtsturm in den Linteler Weiden in Osterholz-Scharmbeck finden Sie hier. Ein weiterer Aussichtsturm (bei Neu Helgoland) ist geplant - eine Beobachtungs- und Schutzhütte in den Postwiesen wurde Ende 2010 fertiggestellt (Infos hier).

    Birke (und Vogelbeeren) auf dem Weg zum Aussichtsturm Postwiesen       Hammeniederung       Hammeniederung       Pflanzen in der Hammeniederung

Adresse

Pennigbüttel / Osterholz-Scharmbeck, Ortschaft Pennigbüttel-Neuenfelde, in den Postwiesen bei Neuenfelde

Kontaktmöglichkeit

Landkreis Osterholz, Herr Martin Koch-Siepe, Osterholzer Straße 23, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel.: 04791/930574, Fax: 04791/930276, Mail: planungsamt@landkreis-osterholz.de, Internet: www.landkreis-osterholz.de

Öffnungszeiten

Ganzjährig

Anfahrt

Der Turm ist am besten vom Ortsteil Neuenfelde aus erreichbar (ca. 500 m zu Fuß oder per Rad). Parken ist am Straßenrandstreifen von Neuenfelde möglich (Quelle: Landkreis Osterholz sowie Hamme-Report 25.1.2009 und Weserkurier 25.1.2009).

Der Blick reicht bei guter Sicht bis zur Worpsweder Kirche  Kühe in der Hammeniederung bei den Postwiesen  Kuh in der Hammeniederung bei den Postwiesen  Fernblick zum Weyerberg von den Postwiesen

 

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