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Brünjeshof Uphoff, Philipp (Garten- und Landschaftsgestaltung), Brünjeshof, Ostendorfer Str. 25, Tel.: 04792/1420, Fax.: 04792/310116, Homepage: www.uphoff-gaerten.de Quelle: www.uphoff-gaerten.de Im ehemaligen Atelier von Paula Modersohn-Becker im denkmalgeschützten Brünjeshof befindet sich heute die „Ferienwohnung Paula“, die nach historischem Vorbild restauriert und eingerichtet wurde. Bei der Restaurierung des Ateliers ließ man sich von der Farbgebung des historischen Anstrichs zur Zeit Paula Modersohn-Beckers leiten. Ausgewählte antike Möbel sind kombiniert mit modernstem Wohnkomfort, der sich dezent in das Atelier einfügt. Die Wände zieren zahlreiche Originalgemälde und Zeichnungen aus der Hand von Carl Emil Uphoff, der den Brünjeshof 60 Jahre lang bewohnte. Sie betonen den künstlerischen Anspruch, mit dem die Räume heute für Gäste bereitstehen. Am 5. April 1907 schrieb die heute weltberühmte Malerin Paula Modersohn-Becker an den Schriftsteller Rainer Maria Rilke: "Ich sitze wieder in meinem blauen Atelier bei Brünjes mit den grünen Wänden und unten hellblau. Ich gehe den selben Weg hierher wie in alten Zeiten und mir ist wunderlich zumute. Dies ist für mich die liebste Stube aus meinem ganzen Leben ..." Der parkähnliche Künstlergarten - 1914 von Carl Emil Uphoff angelegt - lädt zum Verweilen und Genießen ein. Das Zentrum von Worpswede mit seinen vielfältigen Galerien ist nur fünf Minuten vom „Brünjeshof“ entfernt.
Brünjeshofes Worpswede - Geschichte - Carl Emil Uphoff - Leben und WerkCarl Emil Uphoff wird als neuntes Kind einer recht mittellosen Hammerschmied-Familie am 17. März 1885 in Witten an der Ruhr geboren. Er machte eine Kaufmannslehre im Texteilgroßhandel in Hannover und versuchte sich im Schreiben von Gedichten. Während er mehrere Jahre in verschiedenen Städten seinen Beruf ausübt, fühlt er sich immer mehr zur Kunst hingezogen und wendet sich der Malerei zu ... Uphoff kommt durch eine Einladung von Heinrich Vogeler nach Worpswede und beschließt 1911, sich hier anzusiedeln. Er gehört damit zur 2. Künstlergeneration der Worpsweder Maler. Der Maler, Bildhauer und Schriftsteller Carl Emil Uphoff arbeitet zuerst zurückgezogen in dem Atelier auf dem Brünjeshof, das vor ihm Paula Modersohn-Becker genutzt hatte ... 1913 heiratet er, und seine Schwiegermutter kauft und übereignet dem frisch vermählten Paar den Brünjeshof. Später wendet er sich wieder verstärkt, auch angeregt von seinem derzeitigen Nachbarn Bernhard Hoetger, der Bildhauerei zu. Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau, heiratet er 1921 erneut. Die bald 7-köpfige Familie lebt ausschließlich von den Einkünften seines künstlerischen Schaffens. Zusammen mit seinem Bruder Fritz, dem Maler und Grafiker, und dem Schriftsteller Ludwig Tügel, gründet C.E.Uphoff die "Werkgemeinschaft Worpswede", die in den Jahren 1920 bis 1924 kostbare, mit expressionistischen Grafiken illustrierte Buchwerke herausgibt. Uphoff nimmt wieder das Schreiben auf und verfasst Monographien, z.B. von Paula Modersohn-Becker (1920), aber auch zahlreiche Aufsätze, Gedichte und Romane. Zum Ende des Krieges wird der Brünjeshof durch ein Feuer zerstört. Mit dem Wiederaufbau wird erst zwei Jahre später begonnen, da Uphoff in einem Umerziehungslager interniert wird. Nach seiner Rückkehr lebt er, enttäuscht vom Leben, die folgenden Jahre sehr zurückgezogen im Atelierhaus in seinem Garten auf dem Brünjeshof und stirbt am 21. August 1971. Der Brünjeshof und sein Garten sind durch den Einsatz der Familie Uphoff (Philipp Uphoff (Garten- und Landschaftsgestaltung), Brünjeshof, Ostendorfer Str. 25, Tel.: 04792/1420, Fax.: 04792/310116, Homepage: www.uphoff-gaerten.de) erhalten geblieben, die Freude am Garten und eine persönliche Bindung zu ihm hat, ihn nutzt und viel Arbeit investiert. Teile aus: Diplomarbeit "Künstlergärten in Norddeutschland" von Susanne Matthießen, 2000
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