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en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel (7.5.-3.10.2011)

1 Hans am Ende (1864-1918), Mädchen auf der Wiese, um 1910, Worpsweder Kunsthalle - Originalmaße: 59 x 40 cm, Öl / Malpappe - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Philine-Vogeler-Haus (Gästeinformation)  1 Hans am Ende (1864-1918), Mädchen auf der Wiese, um 1910, Worpsweder Kunsthalle - Originalmaße: 59 x 40 cm, Öl / Malpappe - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Philine-Vogeler-Haus (Gästeinformation)  2 Margaret Kelley, geb. 1954, How it was and how it could be I, 2004, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Sparkasse in der Bergstraße  2 Margaret Kelley, geb. 1954, How it was and how it could be I, 2004, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Sparkasse in der Bergstraße

Die Austellungshäuser des Worpsweder Museumsverbundes stellen sich neu auf, und im Ort entsteht eine attraktive Flaniermeile. Während die Große Kunstschau ihre Baumaßnahmen jetzt im Mai mit feierlicher Wiedereröffnung beendet, stehen andernorts die Modernisierungen noch am Anfang. „en plein air“ gibt als ungewöhnliches Kunstprojekt der Gemeinde Worpswede in der Zeit vom 7. Mai bis 3. Oktober 2011 eine gleichermaßen überraschende wie spannende Antwort auf die besondere Situation der Ausstellungshäuser. Worpsweder Kunst geht quasi von drinnen nach draußen, zurück zu den Wurzeln. Sie begibt sich dorthin, wo sie - angeführt von Fritz Mackensen und seinen Malerfreunden - den herrschenden akademischen Regeln zum Trotz ursprünglich entstand: „en plein air“ – unter freiem Himmel. Das Künstlerdorf und seine unmittelbare Umgebung präsentieren sich also als Freilichtbühne für einen bunten Bilderbogen. Viele bekannte Motive quer durch die Worpsweder Kunstgeschichte sind dabei, in die sich aktuelle Werke einmischen. Knapp 20 Künstlernamen sind vertreten, darunter Heinrich Vogeler, Hans am Ende, Fritz Mackensen und Otto Modersohn für die ersten Worpsweder Maler und Paula Modersohn-Becker, Lisel Oppel und Udo Peters für die nachfolgenden zeitgenössische Künstler mit im Spiel, die mit ihrem künstlerischen Schaffens bereits Eingang in die Worpsweder Museen gefunden haben, darunter Uwe Häßler, Margaret Kelley und Pit Morell.

30 Stationen bieten mit ihren Abbildungen in großer Dimension eindrucksvolle visuelle Erlebnisse, die es im Rahmen von Führungen oder im Wege kleiner oder auch ausgedehnter Spaziergänge individuell zu entdecken gilt. Dabei ergeben sich durch Vergleichsmomente. Die Motive erzählen Geschichten vom Dorf, den Künstlern und der nach wie vor faszinierenden Landschaft, und ebendort sind sie auch zu finden: z.B. im alten Ortskern am Rathaus, versteckt im Wald der Marcusheide nahe der Käseglocke, oben auf dem Weyerberg oder in der Niederung an der Hamme vor Neu Helgoland, wo wie ehedem die Torfkähne an- und ablegen. Kurzinformationen lüften für den Betrachter das Geheimnis, wo die Gemälde im Original zu Hause sind. Mit dieser spielerischen Attitüde macht „en plein air“ Lust auf die Suche und Annäherung an Worpsweder Kunst in ihrer Einzigartigkeit als Teil der wertvollen musealen Sammlungen. Auftakt des Projekts war die Eröffnung am 7. Mai 2011 um 17.00 Uhr vor der Kulisse des Heinrich-Vogeler-Museums am Barkenhoff, und zwar „en plein air“ - unter freiem Himmel! Weitere Informationen zu „en plein air“ erteilt die Gästeinformation für Worpswede und das Teufelsmoor. Dort ist seit Ende April 2011 ein Prospekt erhältlich, der auch direkt hier oder unter www.worpswede.de kostenlos als pdf-Dokument heruntergeladen oder online bzw. telefonisch bestellt werden kann. Den Flyer mit Bestellcoupon für Tasche "en plein air" können Sie hier downloaden (Quelle: www.worpswede.de/projekt-en-plein-air).

Hier sehen Sie Fotos von allen der folgenden 30 bekannten Motive quer durch die Worpsweder Kunstgeschichte, deren Abbildungen in großer Dimension vom 7.5.2011 bis 3.10.2011) in Worpswede aufgestellt waren - Infos zu den Künstlern und Gemälden lt. Abbildungstafel:

1 Hans am Ende (1864-1918), Mädchen auf der Wiese, um 1910, Worpsweder Kunsthalle - Originalmaße: 59 x 40 cm, Öl / Malpappe

2 Margaret Kelley, geb. 1954, How it was and how it could be I, 2004, Worpsweder Kunsthalle - Die Malerin kommt 1991 als Stipendiatin. Fern der amerikanischen Heimat beschließt sie, in Worpswede zu bleiben. Emotionale Grenzerfahrungen menschlichen Lebens bilden inhaltlich den roten Faden für ihr künstlerisches Schaffen, das in abstrakter Gestaltung Malerei, Zeichnung und Collage verbindet und gelegentlich Schrift einschließt, Originalmaße: 100 x150 cm geschlossen, Mischtechnik / Leinwand.

3 Pit Morell, geb. 1939, Gänse, 1981, Große Kunstschau Worpswede - Von Kassel führte der Weg über Auslandsstationen 1965 ins Küsntlerdorf. Als Malerpoet ist der Künstler mit Text und Zeichnung, mit Radierung und Malerei bekennender Erzähler und Illustrator. Seine phantasievollen Geschichten sind im Land seiner Kindheit angesiedelt, in einer Welt, die er liebevoll "Humi" nennt und die Worpswede sehr ähnlich ist, Originalmaße: 50 x 53 cm, Öl / Holz.

4 Heinrich Vogeler (1872-1942), Melusine, Triptychon, um 1912, Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum - Als Jüngster der Worpsweder Maler entwickelte sich Heinrich Vogeler zu einem der bekanntesten deutschen Jugendstilkünstler. Für seinen Traum, Kunst und Leben zu verschmelzen, griff er Elemente aus der Natur und Motive der Märchenwelt auf: Paradiesvögel rahmen die Szene der Meerfee, die verbotenerweise von ihrem Mann beobachtet wird, Originalmaße: Seitenteile jeweils 169 x 78,5 cm, Mittelteil 169 x 124 cm, Öl / Leinwand.

3 Pit Morell, geb. 1939, Gänse, 1981, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Großen Kunstschau  3 Pit Morell, geb. 1939, Gänse, 1981, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Großen Kunstschau  4 Heinrich Vogeler (1872-1942), Melusine, Triptychon, um 1912, Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Käseglocke  4 Heinrich Vogeler (1872-1942), Melusine, Triptychon, um 1912, Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Käseglocke

5 Heinrich Vogeler (1872-1942), Frühling, 1897, Haus im Schluh - Mit "Frühling" schuf der Jugendstilkünstler sein berühmtestes Frühwerk. Das Jahreszeitenmotiv verbildlicht einerseits das Erwachen der Worpsweder Natur mit ihren typischen schlanken Birken im zarten Grün, andererseits die junge Liebe des Malers zu seiner Muse Martha Schröder. Das Mädchen aus dem Dorf wurde 1901 seine Ehefrau, Originalmaße: 175 x 150 cm, Öl / Leinwand.

6 Heinrich Vogeler (1872-1942), Sommerabend, 1905, Große Kunstschau Worpswede - Um 1900 ist die Barkenhoff-Idylle magischer Anziehungspunkt für Künstler und Kunstinteressierte. Der Dichter Rainer Maria Rilke ist mehrfach zu Besuch. Auf dem Zenit seines Schaffens als Jugendstilkünstler hat Vogeler die festlichen Zusammenkünfte der engsten Freunde, die sich "die Familie" nannten, verewigt (v.l. Paula Modersohn-Becker, Agnes Wulff, Otto Modersohn, Clara Westhoff, Martha Vogeler, Franz Vogeler, Martin Schröder und Heinrich Vogeler), Originalmaße: 175 x 306 cm, Öl / Leinwand.

5 Heinrich Vogeler (1872-1942), Frühling, 1897, Haus im Schluh - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Barkenhoff  5 Heinrich Vogeler (1872-1942), Frühling, 1897, Haus im Schluh - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Barkenhoff  6 Heinrich Vogeler (1872-1942), Sommerabend, 1905, Große Kunstschau Worpswede - plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Barkenhoff  6 Heinrich Vogeler (1872-1942), Sommerabend, 1905, Große Kunstschau Worpswede - plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Barkenhoff

7 Heinrich Vogeler (1872-1942), Mein Garten, 1913, Worpsweder Kunsthalle - Ab 1895 verwandelte Heinrich Vogeler die einstige Bauernkate des Barkenhoff in ein Gesamtkunstwerk aus Haus, Interieur und Garten samt Insel im Teich, Der Empiregiebel schuf ein neues Gesicht und die Terrasse eine achsiale Ausrichtung, an der sich die Gartenlage mit Beeten, Hecken und Laube als Schlusspunkt orientierte, Originalmaße: 45 x 55 cm, Öl / Leinwand.

8 Carl Emil Uphoff (1885-1971), Brünjeshof mit Blumenbeet, 1927, Privatbesitz - Angezogen von der Kunst Paula Modersohn-Beckers kommt der Künstler 1910 auf Einladung Heinrich Vogelers. Ihn beschäftigen Malerei und Grafik genauo wie Schauspiel und Lyrik. In Nachbarschaft mit Bernhard Hoetger wird der Brünjeshof, wo die zwischen Worpswede und Paris pendelnde Paula Modersohn-Becker ihr Atelier hatte, zum Uphoffschen Wohnsitz. Originalmaße: 45 x 52 cm, Öl / Furnierholz, Dauerleihgabe im Overbeck-Museum, Bremen.

7 Heinrich Vogeler (1872-1942), Mein Garten, 1913, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier im Garten vom Barkenhoff  7 Heinrich Vogeler (1872-1942), Mein Garten, 1913, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier im Garten vom Barkenhoff  8 Carl Emil Uphoff (1885-1971), Brünjeshof mit Blumenbeet, 1927, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber vom Brünjeshof  8 Carl Emil Uphoff (1885-1971), Brünjeshof mit Blumenbeet, 1927, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber vom Brünjeshof

9 Ottilie Reylaender (1882-1965), Märchenwald, um 1904, Worpsweder Kunsthalle - Die junge Kollegin von  Paula Modersohn-Becker kam 1897 aus Schleswig-Holstein. Beide studierten mit zwei weiteren "Malweibern" bei Fritz Mackensen. Sie freundeten sich an, teilten Modelle und Atelier und stimmten in grundlegenden künstlerischen Fragestellungen überein, die auf Einfachheit, Wesenhaftigkeit und Ausdruck in Form und Farbe zielten, Originalmaße: 51 x 71 cm, Öl / Leinwand.

10 Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Träumendes Mädchen, 1898 / Frau mit Strickzeug, 1898/99 / Der alte Bredow, 1898/99, Große Kunstschau Worpswede - Worpswedes berühmteste Malerin kam 1897 aus Bremen, um Schülerin von Fritz Mackensen zu werden. Sie heiratete Otto Modersohn und zog in dessen Haus (heute Museum am Modersohn-Haus), damals vis á vis mit dem Armenhaus (heute Altes Rathaus). Dort fand sie unter Kindern und Alten Modelle für ihre am Wesen von Mensch und Ding orientierten Studien - Originalmaße: 66 x 44 cm, 58 x 35 cm bzw. 70 x 45 cm, Kohle bzw. Kreide / Papier.

9 Ottilie Reylaender (1882-1965), Märchenwald, um 1904, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Marcusheide  9 Ottilie Reylaender (1882-1965), Märchenwald, um 1904, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Marcusheide  10 Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Träumendes Mädchen, 1898 / Frau mit Strickzeug, 1898/99 / Der alte Bredow, 1898/99, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Alten Rathaus (früher Armenhaus)  10 Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Träumendes Mädchen, 1898 / Frau mit Strickzeug, 1898/99 / Der alte Bredow, 1898/99, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Alten Rathaus (früher Armenhaus)

11 Heinrich Vogeler (1872-1942), Moorgraben, 1913, Worpsweder Kunsthalle - Wie bei seinen Worpsweder Malerfreunden lagen die Anfänge des gefeierten Jugendstilkünstlers in der Landschaftsdarstellung. Während seiner Neuorientierung ab 1910 kommt es im "Moorgraben" motivisch zu einem Rückgriff, mit dem Heinrich Vogeler sich gestalterisch herausfordert, die weite Teufelsmoorlandschaft allgemeingültig ins Hochformat zu bannen - Originalmaße: 100 x 80 cm, Öl / Leinwand.

12 Fritz Mackensen (1866-1953), Gottesdienst im Freien, 1895, Hist. Museum am Hohen Ufer, Hannover, Studie im Museum am Modersohn-Haus - Der Zufall machte den Maler 1884 zum Entdecker Worpswedes für die Kunst. Gezielt plante er ein monumentales Werk als Inbegriff bäuerlichen Lebens im Teufelsmoor, das wegen der Größe unter freinem Himmel entstand und an der Kirchmauer lehnte. Im Glaspalast in München wurde das Bild 1895 mit der Goldmedaille belohnt und Worpswede schlagartig berühmt - Originalmaße: 235 x 376 cm, Öl / Leinwand.

11 Heinrich Vogeler (1872-1942), Moorgraben, 1913, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier Im Schluh  11 Heinrich Vogeler (1872-1942), Moorgraben, 1913, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier Im Schluh  12 Fritz Mackensen (1866-1953), Gottesdienst im Freien, 1895, Hist. Museum am Hohen Ufer, Hannover, Studie im Museum am Modersohn-Haus - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Haus im Schluh  12 Fritz Mackensen (1866-1953), Gottesdienst im Freien, 1895, Hist. Museum am Hohen Ufer, Hannover, Studie im Museum am Modersohn-Haus - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Haus im Schluh

13 Udo Peters (1883-1965, Hembergstraße, 1963, Privatbesitz - Als unmittelbarer Nachfolger der ersten Worpsweder Maler hat Udo Peters hier von seiner eigenen Haustür die Ansicht der dörflichen Hembergstraße festgehalten. Über fünf Jahrzehnte erfüllte er mit seiner mosaikartigen Pinselschrift die Rolle des malenden Chronisten. Und wie seine Vorgänger malte er zumeist direkt vor der Natur: "en plein air" - Originalmaße: 53 x 69 cm, Öl / Pappe.

14 Frauke Migge (geb. 1941), Magie der Zeichen II, Privatbesitz - Ein Stipendium führt 1973 von Bremen ins Künstlerdorf. Frauke Migge ist derzeit die einzige hier ansässige Malerin, bei der die Worpsweder Landschaft gezielt ihren Niederschlag findet. Surreale Verquickungen sorgen für eine Sinnebene, die über das bloße Abbild hinausgeht. Die Werke kreisen um das Verhältnis von Mensch, Natur und Kosmos und prangen Eingriffe in den natürlichen Kreislauf an - Originalmaße: 100 x 90 cm, Öl / Leinwand.

13 Udo Peters (1883-1965, Hembergstraße, 1963, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier im Udo-Peters-Weg  13 Udo Peters (1883-1965, Hembergstraße, 1963, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier im Udo-Peters-Weg  14 Frauke Migge (geb. 1941), Magie der Zeichen II, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem St.-Georg-Denkmal und der Zionskirche im Hintergrund  14 Frauke Migge (geb. 1941), Magie der Zeichen II, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem St.-Georg-Denkmal und der Zionskirche im Hintergrund

15 Hans am Ende (1864-1918), Mädchen in Tracht, um 1895, Große Kunstschau Worpswede - Ende des 19. Jahrhunderts verkörpert die Abgeschiedenheit Worpswedes mit Teufelsmoor und traditionellem dörflichem Leben für die jungen Maler das ideale Gegenbild zum Wandel der Städte infolge Industrialisierung. "Mädchen in Tracht" steht exemplarisch für diese Auffassung und vertritt mit schlichtem Hintergrund und künstlerisch eine sehr moderne Auffassung - Originalmaße: 93 x 62 cm, Öl / Leinwand.

16 Walter Müller (1901-1975), Weyerberg mit roten Pferden, um 1920, Worpsweder Kunsthalle - Angezogen vom Barkenhoff kommt der Künstler 1919 aus Bremen und verliebt sich in die Vogeler-Tochter Bettina. Seine frühe Malerei steht im Zeichgen avantgardistischer Strömungen und beschert der Worpsweder Kunst eindrucksvolel Beispiele expressiver Gestaltung. Daneben prägt er als Designer und Architekt Leben und Wirken rund um das Haus im Schluh - Originalmaße: 84 x 97 cm, Öl / Leinwand.

15 Hans am Ende (1864-1918), Mädchen in Tracht, um 1895, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Eingang zum Friedhof  15 Hans am Ende (1864-1918), Mädchen in Tracht, um 1895, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Eingang zum Friedhof  16 Walter Müller (1901-1975), Weyerberg mit roten Pferden, um 1920, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Fritz-Overbeck-Weg auf dem Weyerberg  16 Walter Müller (1901-1975), Weyerberg mit roten Pferden, um 1920, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Fritz-Overbeck-Weg auf dem Weyerberg

17 Uwe Häßler, geb. 1938, Frau mit Obstschale, 2005, Privatbesitz - Aus Thüringen stammend kam der Maler 1958 nach Worpswede. Seine Werke konzentrieren sich weitgehend auf das Verhältnis von Figur und begrenztem Raum. Dieses Phänomen wird im Spannungsfeld von allgemeingültiger monumentaler Einzeldarstellung und Menschenmenge, in der sich Individualität zu behaupten versucht, vorgeführt - Originalmaße: 120 x 100 cm, Öl / Leinwand.

18 Lisel Oppel (1883-1965), Laternenkinder, 1954, Worpsweder Kunsthalle - Die Bremerin kam 1919 ins Künstlerdorf. In Auseinandersetzung mit dem Vorbild Paula Modersohn-Becker fand sie zu einem selbstbestimmten und unkonventionellen Leben als freischaffende Künstlerin. Unterbrochen von längeren Italienaufenthalten lebte sie im Nurdachhaus in der Nachbarschaft des Niedersachsensteins  - Originalmaße: 50 x 70 cm, Öl / Malpappe.

17 Uwe Häßler, geb. 1938, Frau mit Obstschale, 2005, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier auf dem Weyerberg  17 Uwe Häßler, geb. 1938, Frau mit Obstschale, 2005, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier auf dem Weyerberg  18 Lisel Oppel (1883-1965), Laternenkinder, 1954, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Nurdachhaus beim Niedersachsenstein auf dem Weyerberg  18 Lisel Oppel (1883-1965), Laternenkinder, 1954, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Nurdachhaus beim Niedersachsenstein auf dem Weyerberg

19 Ottilie Reylaender (1882-1965), Märchenmond, um 1900 Worpsweder Kunsthalle  - Ottilie Reylaender kam 15-jährig per Rad aus Schleswig-Holstein, um als sogenanntes "Malweib" Schülerin von Fritz Mackensen zu werden. Dort traf sie aiuf frei Kolleginnen, darunter Paula Becker, mit der sie enge Freundschaft und Übereinstimmung im künstlerischen Streben nach Vereinfachung in Form und Frabe hin zum Exprsssiven verband - Originalmaße: 72 x 44 cm, Öl7 Malpappe.

20 Fritz Overbeck (1869-1909), Die alte Schmiede, um 1900, Große Kunstschau Worpswede - 1895 schrieb Fritz Overbeck: "Ein Hauch leiser Schwermut liegt ausgebreitet über der Landschaft ...". Von dieser Stimmung lebt seine Malerei. Die zumeist menschenleeren Darstellungen liefern aber auch Ortsansichten, die heute den Wandel im Künstlerdorf dokumentieren. Das Bild zeigt die einstige Schmiede an der Einmündung des Weges zur Mackensen-Villa - Originalmaße: 54 x 81 cm, Öl / Leinwand.

19 Ottilie Reylaender (1882-1965), Märchenmond, um 1900 Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Nähe vom Findorff-Denkmal auf dem Weyerberg  19 Ottilie Reylaender (1882-1965), Märchenmond, um 1900 Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Nähe vom Findorff-Denkmal auf dem Weyerberg  20 Fritz Overbeck (1869-1909), Die alte Schmiede, um 1900, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Fritz-Mackensen-Weg gegenüber vom "Casa di mobili"  20 Fritz Overbeck (1869-1909), Die alte Schmiede, um 1900, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Fritz-Mackensen-Weg gegenüber vom "Casa di mobili"

21 Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Hühner, 1903, Große Kunstschau Worpswede - Worpswedes berühmteste Malerin, die heute als Wegbereiterin der Moderne gilt, wurde 1897 mit drei weiteren "Malweibern" Schülerin bei Fritz Mackensen. Anders als ihr Lehrer zielte sie nicht auf das Allgemeingültige sondern auf formale Vereinfachung und das Wesen der Dinge. Selbst das Alltägliche und Unscheinbare wurde zum würdigen Bildgegenstand - Originalmaße: 44 x 62 cm, Öl / Malpappe.

22 Hans am Ende (164-1918), Frühling in Worpswede, 1900, Worpsweder Kunsthalle - Packend frisch in Palette udn Komposition verewigt der Maler die Pracht der wieder erwachten Natur in der ihm eigenen impressionistischen Manier; sonnenbeschienen leuchten die für die Moorlandschaft charakteristischen Birken vor dem regionaltypischen Bauernhaus mit Strohdach und Fachwerk - Originalmaße: 100 x 100 cm, Öl / Leinwand.

21 Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Hühner, 1903, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Rathaus 21 Paula Modersohn-Becker (1876-1907), Hühner, 1903, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor dem Rathaus 22 Hans am Ende (164-1918), Frühling in Worpswede, 1900, Worpsweder Kunsthalle - plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber vom Bertelsmann-Haus Im Rusch  22 Hans am Ende (164-1918), Frühling in Worpswede, 1900, Worpsweder Kunsthalle - plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber vom Bertelsmann-Haus Im Rusch

23 Otto Modersohn (1865-1943), Sonniger Herbsttag, 1898, Worpsweder Kunsthalle - Der in seiner Kunst lyrisch gestimmte Maler war es, der 1889 die berühmte Frage an seine Kollegen Fritz Mackensen und Hans am Ende richtete: "Wie wäre es, wenn wir überhaupt hier blieben, zunächst einmal bis zum letzten Tag im Herbst, ja den ganzen Winter." Dies war die Geburtsstunde für Worpswede als Künstlerdorf - Originalmaße: 73 x 57 cm, Öl / Leinwand.

24 Udo Peters (1883-1965), Moorbahn, o.J., Privatbesitz - Der Maler kam 1906 nach Worpswede und gilt als direkter Nachfolger der Gründergeneration. Seine zumeist ruhigen Landschaftskompositionen huldigen dem weiten Himmel und dem flachen Horizont. Hier theamatisiert er den 1910 von Heinrich Vogeler gebauten Bahnhof, der Worpswede mitsamt dem Moorexpress den Anschluss an Bremen als Tor zur Welt brachte - Originalmaße: 54 x 69 cm, Öl / Malpappe.

23 Otto Modersohn (1865-1943), Sonniger Herbsttag, 1898, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Rastplatz in der Bauernreihe  23 Otto Modersohn (1865-1943), Sonniger Herbsttag, 1898, Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Rastplatz in der Bauernreihe  24 Udo Peters (1883-1965), Moorbahn, o.J., Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber vom Worpsweder Bahnhof  24 Udo Peters (1883-1965), Moorbahn, o.J., Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber vom Worpsweder Bahnhof

25 Heini Linkshänder (1938-2012), Stilles Land, 2007, Privatbesitz - Der Künstler trifft 1983 als Stipendiat auf Worpswede. Geprägt durch die Begegnung mit Joseph Beuys ist Kunst für ihn das Hinterfragen der Beziehung von Mensch, Natur und Gesellschaft. Nach bildhauerischen Objekten, die zeichenhaft elementare Fragen behandelten, entsteht ab 2005 ausschließlich Malerei mit suggestiv wirkenden Köpfen und Landschaften - Originalmaße: 57 x 70 cm, Öl / Leinwand.

26 Bernhard Huys (1896-1973), Worpsweder Mühle, o.J., Worpsweder Kunsthalle - Bernhard Huys fand über Umwege zur Kunst und gilt als der letzte reine Landschaftsmaler in der Tradition der Alten Worpsweder. Selbst im Winter arbeitete er mit einer mobilen Staffelei unter freiem Himmel. Seine Ortsansichten sind Hommage und Chronik zugleich. Als wahrer Freund Worpswedes engagierte er sich für den Erhalt von Dorf und Landschaft - Originalmaße: 50 x 70 cm, Öl / Leinwand.

25 Heini Linkshänder (geb. 1938), Stilles Land, 2007, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber dem Mühlen-Atelier (im Hintergrund die Martin Kausche-Ateliers)  25 Heini Linkshänder (geb. 1938), Stilles Land, 2007, Privatbesitz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier gegenüber dem Mühlen-Atelier (im Hintergrund die Martin Kausche-Ateliers)  26 Bernhard Huys (1896-1973), Worpsweder Mühle, o.J., Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Worpsweder Mühle  26 Bernhard Huys (1896-1973), Worpsweder Mühle, o.J., Worpsweder Kunsthalle - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier vor der Worpsweder Mühle

27 Carl Vinnen (1863-1922), Mondnacht, 1900, Große Kunstschau Worpswede - Der Maler Carl Vinnen war den ersten Worpsweder Malern eng verbunden, ohne selbst hier ansässig zu sein. Er empfahl die Gründung der "Worpsweder Künstlervereinigung" (1894), die nach dem Debüt in Bremen 1895 in München ihren künstlerischen Durchbruch erlebte. Nacht und Dämmerung spielten als Stimmungsträger stets eine wichtige Rolle - Originalmaße: 100 x 79 cm, Öl / Holz.

28 Fritz Mackensen (1866-1953), Torfkähne auf der Hamme, 1904, Große Kunstschau Worpswede - Um 1900 waren die Moorbauern mit ihren Torfkähnen im Teufelsmoor unterwegs. Über breite Gräben und Kanäle, über Hamme, Lesum und Weser brachten sie den gestochenen Torf als billiges Brennmaterial für die Bürgerhäuser in den Findorff-Hafen nach Bremen. Unterwegs rastetetn sie u.a. an der Hammehütte vor Neu Helgoland - Originalmaße: 111 x 132 cm, Öl / Leinwand.

27 Carl Vinnen (1863-1922), Mondnacht, 1900, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Hammeweg  27 Carl Vinnen (1863-1922), Mondnacht, 1900, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Hammeweg  28 Fritz Mackensen (1866-1953), Torfkähne auf der Hamme, 1904, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Ableger der Adolphstorfer Torfschiffer an der Hamme in Neu Helgoland  28 Fritz Mackensen (1866-1953), Torfkähne auf der Hamme, 1904, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier am Ableger der Adolphstorfer Torfschiffer an der Hamme in Neu Helgoland

29 Hans am Ende (1864-1918), Weites Land, um 1900, Große Kunstschau Worpswede - Gemeinsam mit seinen Malerfreunden erhob Hans am Ende 1889 in Worpswede die Natur zum Lehrmeister und begeisterte sich für die künstlerische Arbeit unter freinem Himmel: "en plein air". Inmitten der einzigartigen Teufelsmoorlandschaft wirkten die Künstler nach dem Vorbild der ersten Künstlerkolonie in Barbizon bei Paris (gegründet um 1850) - Originalmaße: 135 x 200 cm, Öl / Leinwand.

30 Fritz Overbeck (1869-1909), Sommertag in der Hammeniederung, um 1900, Kunstsammlung der Kreissparkasse Osterholz - Der aus Bremen stammende Maler gilt als der Naturalist innerhalb der Gründergruppe der Worpsweder Künstlergemeinschaft. Sein Gemälde zeigt die charakteristische Niederungslandschaft mit den Moorgräben und im Hintergrund Worpswedes Wahrzeichen, den Weyerberg, die einzig nennenswerte Erhebung vor den Toren Bremens - Originalmaße: 94 x 116 cm, Öl / Leinwand.

29 Hans am Ende (1864-1918), Weites Land, um 1900, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Hammeniederung (Zugbrücke bei Neu Helgoland überqueren und ein paar Hundert Meter geradeaus) 29 Hans am Ende (1864-1918), Weites Land, um 1900, Große Kunstschau Worpswede - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Hammeniederung (Zugbrücke bei Neu Helgoland überqueren und ein paar Hundert Meter geradeaus) 30 Fritz Overbeck (1869-1909), Sommertag in der Hammeniederung, um 1900, Kunstsammlung der Kreissparkasse Osterholz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Hammeniederung (Zugbrücke bei Neu Helgoland überqueren und sofort rechts direkt an der Hamme nach ein paar Hundert Metern) 30 Fritz Overbeck (1869-1909), Sommertag in der Hammeniederung, um 1900, Kunstsammlung der Kreissparkasse Osterholz - en plein air - Worpsweder Kunst unter freiem Himmel - hier in der Hammeniederung (Zugbrücke bei Neu Helgoland überqueren und sofort rechts direkt an der Hamme nach ein paar Hundert Metern)

Auskünfte, Broschüren, Informationen und Karten gibt es bei der "Worpsweder Touristik- und Kulturmarketing GmbH" (im Philine-Vogeler-Haus), Bergstr. 13, Tel.: 04792/935820, Fax.: 04792/935823, Mail: info@worpswede.de, Homepage: www.worpswede.de

 

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