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Otto Ubbelohde Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Ubbelohde Otto Ubbelohde (* 5. Januar 1867 in Marburg an der Lahn; † 8. Mai 1922 in Goßfelden) war Maler, Radierer und Illustrator. Er wird dem Jugendstil zugeordnet. Leben: Ubbelohde wuchs in Marburg auf, sein Vater war Hochschullehrer an der Universität Marburg. Die wohl durch die Familie der Mutter ererbte künstlerische Begabung zeigte sich früh, doch gab der Vater dem Sohn nach dem bestandenen Abitur nur ungern die Erlaubnis zur Ausbildung zum Maler. Nach kurzem Aufenthalt an der Kunstakademie der Großherzoglich Sächsischen Kunstschule Weimar (heute Bauhaus-Universität Weimar), wurde er Schüler der Akademielehrer Hackel, Diez und Löfftz in München, wo er für mehr als ein Jahrzehnt ansässig war. 1889 war er von dort aus in Worpswede, wo sich gerade die Künstlerkolonie bildete; 1894/95 arbeitete er nochmals dort. In den dazwischen liegenden Jahren hielt er sich sommers zeichnend und malend am Neckar und auf der Reichenau auf. In der zweiten Hälfte der 1890er Jahre zog es Ubbelohde wieder nach Hessen. Er war Mitglied der Willingshauser Malerkolonie. Ab 1898 lebte er in Goßfelden (Gemeinde Lahntal) bei Marburg; anfangs nur im Sommer, nach Erbauung eines eigenen Hauses jedoch ständig. Studienreisen und Aufenthalte in München nahmen jetzt von hier ihren Ausgang. 1908 Reise nach Lübeck, wo er die Illustrationen für einen Stadtführer zeichnete. Seine erste eigene Ausstellung hatte er 1913 mit 40 Ölgemälden, Zeichnungen und Radierungen. Werk: Neben dem Malen betrieb Ubbelohde vor allem das Zeichnen, zum Teil kontinuierlicher Einnahmen wegen. Es entstanden zahllose gezeichnete Druckvorlagen für Buchillustrationen, Kalender, Postkarten, Exlibris und ähnliches; daneben Radierungen. Durch Arbeiten dieser Art, nicht zuletzt durch seine Illustrationen zu den Märchen der Brüder Grimm, wurde Ubbelohde weithin bekannt. Seine Neigung und sein künstlerisches Streben galten vornehmlich der Malerei. Sie nimmt im Werk des Künstlers einen breiten und sehr bedeutenden Raum ein. Obwohl zur Portraitmalerei hervorragend begabt, hat Ubbelohde vor allem Landschaften und Stillleben geschaffen. Die Landschaften Hessens, insbesondere die Landschaften im weiteren Umkreis Marburgs haben in ihm ihren unübertroffenen Schilderer gefunden. Rezeption: Nach seinem Tod geriet Ubbelohde beinahe in Vergessenheit. 2002 befasste sich der Dichter Ludwig Harig in "Da fielen auf einmal die Sterne vom Himmel" mit Grimms Märchen und den Illustrationen Ubbelohdes. Harig erkundete die landschaftlichen Vorbilder für die Zeichnungen des Künstlers. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf stiftete 1987 den Otto-Ubbelohde-Preis und vergibt ihn seitdem jährlich. In Gießen wurde ihm zu Ehren der Ubbelohde-Weg benannt, in Marburg die Ubbelohdestraße im Südviertel sowie in der Gemeinde Lahntal der Otto-Ubbelohde-Weg. Außerdem wurden in Marburg und Lahntal je eine Schule in Otto-Ubbelohde-Schule benannt. Otto Ubbelohde Haus
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