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  • Torfstechmuseum (Torfsteeker-Museum)



    Südweder Str. 26
    27726 Worpswede
    Tel.: 04792/2649 (1. Vorsitzender Volker Monsees) + 04792/951139 (Dorfgemeinschaftshaus)
    Mail: kontakt@freundeskreis-suedwede.de
    Web: http://www.freundeskreis-suedwede.de
  • Torfsteeker-Museum, Freundeskreis Südwede und Umgebung e.V. - Voranmeldung. Torfstechmuseum mit Hochmoorfläche, Torfstechen kann ausprobiert werden.

    Quelle: www.worpswede.de/kunst-kultur/museen/torfsteeker-museum

    Der Freundeskreis Südwede und Umgebung e.V. hat Relikte aus der entbehrungsreichen Zeit ab Mitte des 18. Jahrhunderts, in der das Teufelsmoor kolonisiert wurde, gesammelt und stellt sie im Gemeinschaftshaus Südwede „De ole Schüün“ aus. Der Freundeskreis Südwede und Umgebung e.V. ist ein Zusammenschluss von Mitgliedern größtenteils aus den fünf originären Moordörfern in der südwestlichen Umgebung Worpswedes, nämlich Südwede, Nordwede, Wörpedahl, Worpheim und Weyermoor.

    Der Freundeskreis Südwede und Umgebung e.V. betreibt eine eigene Dorfgemeinschaftsanlage mit Verkauf von Getränken und Speisen, organisiert jährlich mehrere Einzelveranstaltungen kultureller und geselliger Art sowie regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen und unterhält das "Torfsteeker-Museum“ mit fachkundigen Führungen, während derer auf Wunsch und nach Voranmeldung das "Torfsteeker-Diplom" erworben werden kann.

    Das Fachwerkhaus verfügt über mehrere Räume mit insgesamt 228 m2 Grundfläche. Das ausgebaute Dachgeschoss bietet weitere 60 m2 Platz für das Torfsteeker-Museum. Zur Dorfgemeinschaftsanlage gehört neben Grünanlagen eine gesonderte Fläche für den Torf-Handabstich. Unmittelbar angeschlossen ist ein gut ausgestatteter Kinderspielplatz und die alte Dorfschule. Sie dient heute der Vorschulerziehung. Die Dorfgemeinschaftsanlage verfügt über eine fest installierte Außenbühne, die ein schönes Podium für die vielfältigen kulturellen Darbietungen bietet. Schließlich wird ein alter Steinbackofen bei vielen Gelegenheiten in Betrieb genommen, um die Gäste der Dorfgemeinschaftsanlage mit Butterkuchen zu versorgen.

    Auszüge aus Quelle: „Freundeskreis Südwede und Umgebung e.V.“, „Unser Torfstechmuseum – Die kleine Moorfiebel von der Gründerzeit bis heute“

    So war der Anfang: Auf dem Gelände vom „Freundeskreis Südwede und Umgebung e.V.“ wurde 1910 von den damals noch selbstständigen Ortschaften Südwede und Worpheim eine einklassige Volksschule erbaut, mit dem sinnvollen Spruch über dem Schuleingang: Lust und Liebe sind die Fittiche zu großen Taten !

    Mit diesem Leitsatz, der heute noch in der Dorfgemeinschaft die Zusammengehörigkeit und die gute örtliche Kameradschaft prägt, wird das alte Brauchtum ihrer Vorfahren gepflegt und aufrecht erhalten.

    Ohne die schwere Arbeit der Moorpioniere könnte man heute nicht trockenen Fußes auf dem Gelände stehen. Somit hat der mit Bedacht angebrachte Spruch am alten Schulhaus an Bedeutung nicht verloren. Im Jahre 1968 wurde das Schulhaus geschlossen und sollte zum Verkauf ausgeschrieben werden. An dieser Stelle setzten sich die Einwohner, Walter Müller und Johann Geffken vorbildlich ein, um das Gebäude für gemeinschaftliche Zwecke zu nutzen und sie hatten Erfolg ! Das alte Schulgebäude wurde vor dem Verkauf gerettet.

    1973: Zum Beschluß der Gemeindeverwaltung Worpswede: Der Umbau für den Kinderspielkreis der Dorfgemeinschaftsanlage mit Hausmeisterwohnung wurde anerkannt und genehmigt.

    1974: Mit 20.000 DM an Eigenleistung, Gesamtkosten 120.000 DM fand in diesem Jahr die Einweihung statt.

    1977: Wurde der Freundeskreis Südweder-Schule gegründet. Spontan entwickelten sich in dem kleinen Moordorf Südwede eine Skatgruppe, Volkstanzgruppe, Yogariege, Tischtennisabteilung, Handarbeiten, Basare und Kurse für die niederdeutsche Spache – ferner Dörferfeste einer Fahrradgruppe und eine Backgruppe, die das alte traditionelle Backen im alten Steinbackofen aufrecht erhalten möchte.

    1986: Kauf einer alten Fachwerkscheune aus Schlußdorf auf Abbruch für 700 DM. Der Auf- und Erweiterungsbau erfolgte vorwiegend in Eigenleistung ... „Wer nicht legg´t die Hand in Schodd, de leev´t ok in Moor ganz god!“. Mit dem Aufbau und der Gründung des Torfstechmuseums möchte der Freundeskreis das alte Brauchtum in unserer Moorniederung, im Museumsraum und der Außenanlage den Besuchern zeigen und vorführen wie früher die kargen, armseligen Lebensbedingungen im Teufelsmoor waren ...