Bernhard Huys (1895-1973)

27726 Worpswede
Bernhard Huys (* 25. Februar 1895 in Oesede, Kreis Osnabrück; † 4. Dezember 1973 in Worpswede) war ein deutscher Maler.

Er war der letzte Maler, der noch auf freiem Feld seine Staffelei aufbaute, um während des Arbeitsprozesses dem Objekt nahe zu bleiben. In jüngeren Jahren war er unter Freunden ein lustiger Vogel, der gern erzählte und zur Klampfe Volkslieder, Chansons und Shanties vortrug. Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Vereins der Freunde Worpswedes hat er sich für das Dorf und die Landschaft des Teufelsmoors engagiert.

Er machte sein Abitur in Osnabrück; ein Semester Zahnmedizin in Münster. Er war Soldat im 1. Weltkrieg. Unfähig, sich auf einen bürgerlichen Beruf vorzubereiten, zog er als fahrender Scholar mit seiner Gitarre durch die Lande, verdiente sich Geld als Kellner, Gelegenheitsarbeiter in einem Torfwerk und in einem Kalischacht.

Alljährlich besuchte er Worpswede, das er seit 1917 kannte, und gewann hier Freunde. Höhepunkt war für ihn ein Sommeraufenthalt mit Martha Vogeler, die hier eine Boutique und ein Café aufgemacht hatte. Benni Huys war mit seiner Klampfe eine große Attraktion. 1929 wurde er in Worpswede sesshaft, heiratete und fand hier auch einen Beruf, der ihn und seine Familie ernährte. Nach einjähriger Lehrzeit bei einem Tischler begann er Rahmen zu machen, die durch seine eigene Technik - Blattgold mit dünndeckender Farbe - bald Ruf erlangten. Nebenher zeichnete er viel, was er schon in den letzten Schuljahren getan hatte und begann zu malen.

Otto Modersohn und Fritz Mackensen nahmen sich seiner beratend an.

In der Worpsweder Kunstschau war er ständig mit Bildern vertreten. Während des 2. Weltkrieges wurde er von der Gestapo verhaftet und wegen „Verächtlichmachung des Führers“ zu einer Zuchthausstrafe verurteilt. Er rettete sich dadurch, daß er in der Krankenabteilung Dienst tat. So kam er 1945, körperlich zwar durch ein Leiden gezeichnet, aber innerlich gefestigt, wieder heraus und erlebte nun seine eigentlichen fruchtbaren Schaffensjahre, in denen seine besten Bilder entstanden.

Landschaften im Nebel oder im Schnee, aus wenig sanften Farbwerten entwickelt. Mit ihnen hat er auf gelassene Weise einen eigenen Beitrag zur künstlerischen Übersetzung der Worpsweder Landschaft geleistet.

Im Alter von 71 Jahren erhielt er den Niedersächsischen Verdienstorden erster Klasse aufgrund seines Engagements bei den „Freunden Worpswedes“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Huys).

In Worpswede gibt es dem Maler zu Ehren den Bernhard-Huys-Ring.